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Der Gemeinschaftsobst- und Gartenanlage Klein-Karben e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Karben. Er hat ca. 90 Mitglieder, die aus allen Stadtteilen Karbens, aber darüber hinaus auch aus Bad Vilbel, Wöllstadt, Nidderau und anderen umliegenden Ortschaften kommen. Etwa die Hälfte der Mitglieder sind aktiv, d.h. sie bewirtschaften eine oder mehrere Parzellen mit jeweils etwa 75 Apfel- und Birnenbäumen oder auch einzelne Steinobstbäume wie z.B. Kirschen, Pflaumen oder Mirabellen. Die übrigen passiven Mitglieder sind ehemals aktive Mitglieder bzw. Förderer des Vereins.

Der Verein hat sich die Förderung und Pflege des heimischen Obstbaus und die Erzeugung von Obst in bester Qualität zum Ziel gesetzt. Mit seinen auch für Dritte offenen Lehrgängen und Führungen leistet der Verein einen Beitrag zum Umweltschutz. Er vermittelt Kenntnisse zum Obstbau und damit zur gesunden Ernährung. Besondere Bedeutung hat die Kinder- und Jugendarbeit des Vereins. Im Herbst vergeht kaum ein Wochenende, an dem nicht eine Kinder- oder Jugendgruppe zum Besuch in die Obstanlage kommt um zu erleben, wie gesundes Obst und schmackhafte Obsterzeugnisse in unserer Region gewonnen werden.

Geschichte

Im Jahr 1958 gründeten 14 Klein-Karbener die Gemeinschaftsobstanlage. Die Idee wurde im Umfeld des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins geboren. Dessen Vorsitzender, Karl Probst, und der Klein-Karbener Paul Rack waren anfänglich die Motoren der Anlage. Ein Jahr nach Gründung des Vereins wurden 952 Halbstämme, die ausgewachsen eine Höhe von 4-6 m erreichen, gepflanzt. 1975 übernahm Herr Rolf Weber, Landwirt aus Klein-Karben, die Leitung der Anlage und hatte sie über Jahrzehnte inne. Er stammte aus einer schwäbischen Obstbau-Familie und prägte, mit seinem mitgebrachten Sachverstand, die Geschicke der Obstanlage wie kein anderer.

1963 wurde ein Geräteschuppen mit Aufenthaltsraum in Eigenhilfe erbaut. Seit dem Jahr 1973 wird jährlich das beliebte Blütenfest gefeiert. Bereits bei der dritten Auflage dieses Festes, wurde mit Christa I. erstmals eine Blütenkönigin zur Repräsentation des Vereins gewählt, was dem jährlichen Blütenfest bis heute eine besondere Note gibt.

Im Jahr 1977 wurde die Anlage erweitert und ca. 1.500 Pillar-Bäume, schlanke ca. 2,50 m hohe Spindeln, mit „moderneren” Sorten gepflanzt. Ein Obstlager-Keller und einen Versammlungsraum kamen im Jahr 1978 als Anbau an das Vereinshaus hinzu. Da sich die Pflege und Ernte der 1977 gesetzten Pillar-Bäumen sehr viel leichter und angenehmer gestaltete und die Ernteerträge erfreulich waren, rodete man im Jahre 1981 die alte Halbstamm-Anlage und pflanzte im Folgejahr weitere 2.700 Pillar-Bäume. Von 1970 bis 1989 wurden in der Anlage verschiedenste Lehrgänge von Herrn Oczko, Gartenbauingenieur und Berater des Landwirtschaftsamtes, sowie dem damaligen 1. Vereinsvorsitzenden Rolf Weber, durchgeführt. Diesen Experten ist es zu verdanken, dass die Mitglieder des Vereins die Fertigkeiten erlangen konnten, um eine der vorbildlichsten Obstanlagen im Wetteraukreis zu schaffen.

Um in den Herbst- und Wintermonaten mehr und bessere Lagermöglichkeiten für das Kernobst zu haben, wurde 1990 eine etwa 200 m² große Obst-Lagerhalle an das bestehende Vereinshaus angebaut. Durch diesen Anbau ist auch der mühselige jährliche Aufbau eines großen Zeltes zur Durchführung des Blütenfestes entfallen. Damit boten sich nun sehr viele neue Möglichkeiten für die Lagerung und Verarbeitung des Obstes an. Ab dem Jahr 1994 konnte so in der Apfel-Erntesaison dauerhaft eine hydraulische Saftpresse aufgestellt werden. Seitdem wird an jedem Freitag von September bis November „Süßer” gepresst.

Im Jahr 1997 löste Armin Rau den langjährigen Vorsitzenden Rolf Weber ab, der daraufhin zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt wurde. Auf einem vom Karbener Landwirt Norbert Schuch langfristig gepachteten Acker wurde in der Folgezeit die Anlage abermals erweitert. Neben etwa 100 Weinstöcken und etlichen Metern Himbeeren kamen insbesondere ca. 250 Steinobstbäume hinzu. Im Jahr 2003 wurde die Ausbildung jüngerer Aktiver in Sachen Pflanzenschutz und Baumpflege intensiviert, damit der Verein nach dem Verlust seines langjährigen Pflanzenschutz-Fachmanns, Rolf Weber, die Pflegearbeiten in der Anlage weiterhin mit dem notwendigen Sachverstand durchführen konnte. In den Jahren 2013 bis 2015 erfolgten umfangreiche Sanierungen am Gebäudekomplex des Vereins, sowie die Überleitung des Vereins in die Gemeinnützigkeit.

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